Allgemein

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Wir werden auch am kommenden Sonntag unseren Gottesdienst wieder online senden.

Wir sind dankbar, dass letzten Sonntag durchschnittlich fast 400 Personen den Gottesdienst am Bildschirm verfolgt haben. Ja, da viele als Ehepaar vor dem Monitor saßen, war die wirkliche Zahl der Zuschauer um einiges höher. Die Rückmeldungen, die wir bekommen haben, war durchweg alle außerordentlich positiv. Unser großer Dank gilt dem Team, das in einem enormen Kraftakt, die Übertragung zu kurzfristig ermöglicht hat.

Neue Predigtreihe

ich halte dich; Predigtreihe, Matthäus Gemeinde; Matthäus

Kurzfristig haben wir unsere Predigtpläne geändert und wollen an den nächsten drei Sonntagen auf die aktuelle Situation in unserem Land mit einer neuen, mutmachenden Predigtreihe eingehen. Sie greift die Zusage Gottes auf: „Ich halte dich. – Gott“.  

Wir würden uns freuen, wenn ihr Freunde, Nachbarn und Bekannte darauf aufmerksam machen könntet. Denn die Online-Gottesdienste bieten uns eine neue, herrliche Möglichkeit, Menschen zum Gottesdienst einzuladen, ohne dass sie gleich in unsere Kirche kommen müssen – was im Moment sowieso nicht möglich wäre. Aber so haben sie die Möglichkeit uns ganz leicht einmal kennenzulernen.

Gottesdienste bis Ende April online

Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern, Matthäus-Gemeinde, Matthäus, Huchting

Wie wir schon mitgeteilt haben, werden aufgrund von Corona bis Ende April alle Gemeindeveranstaltungen ausgesetzt. Leider können wir darum nicht am Gründonnerstag, an Karfreitag und an Ostern im Gemeindezentrum zusammenkommen. Stattdessen soll es an allen Sonntagen, und da ist der Ostersonntag natürlich eingeschlossen, einen Online-Gottesdienst um 11 Uhr geben. Ebenso soll es an Karfreitag eine Online-Gottesdienst geben.

Allerdings wird es am Gründonnerstag und am Ostermontag kein Online-Angebot geben.

Verabschiedung Lothar Bublitz verschoben

Verabschiedung; Lothar Bublitz, Matthäus-Gemeinde; Huchting

Leider müssen wir aufgrund von Corona auch die Verabschiedung von Lothar Bublitz, die für den 26. April geplant war, verschieben. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Den Termin werden wir bekanntgeben, wenn wieder Planbarkeit herrscht. Wir bitten, diese Information digital möglichst auch an andere weiterzuleiten, von denen man weiß, dass sie dabei sein wollten, aber diesen Newsletter nicht erhalten. 

Gottesdienstkollekten

Kollekte, Matthäusgemeinde; Huchting

An jedem Sonntag sammeln wir normalerweise eine Kollekte. Sie ist u.a. für unsere Missionare und für bestimmte Projekte bestimmt, die wir als Gemeinde unterstützen. Ebenso werden z.B. über solche zweckbestimmten Kollekten unsere Mitarbeiter im „Zuhause für Kinder“ finanziert. Diese Kollekten fallen im Moment weg, aber unsere Missionare und ebenso unsere eigenen Mitarbeiter sind darauf angewiesen. Wir gehen zudem davon aus, dass wir in den nächsten Monaten vermehrt bei sozialen Nöten helfen müssen. 

Wir möchten euch deshalb bitten mit einer Sonder- oder einer monatlichen Spende uns hier zu unterstützen. Das gilt natürlich nur, insofern ihr dazu in der Lage seid. Wir wissen, dass Corona manchen von uns vor erhebliche finanzielle Probleme stellt. Hier wollen auf keinen Fall noch zusätzlichen Druck bereiten. Aber wenn ihr es könnt, wären wir dankbar, wenn auf das Gemeindekonto bei der Sparkasse mit dem Vermerk „Gemeinde“ eure Spende überweisen könntet. Die IBAN lautet: DE19 2905 0101 0012 2282 92.  

Hauskreise pausieren

Leider entwickelt sich die allgemeine Gefährdungslage durch das Corona-Virus inzwischen sehr dynamisch weiter. Die Bundesregierung fordert uns sehr massiv auf, alle Kontakte außerhalb der Familie und der Arbeit auf das Allernötigste zu beschränken. Die Bremische Ev. Kirche hat mitgeteilt, dass alle Treffen von Gruppen und Kreisen bis auf weiteres abgesagt werden sollen. Deswegen gilt ab sofort, dass alle Hauskreise und Kleingruppen der Matthäus-Gemeinde jetzt pausieren sollen, d.h. sich nicht in den Häusern treffen sollen. Auch die großen Allianz-Gemeinden in Bremen verfahren jetzt so. Digital kann man sich aber gern als Hauskreis zusammenschließen. Wir machen auch Mut, die üblichen Hauskreiszeiten zu nutzen, um sich gegenseitig anzurufen, miteinander am Telefon zu beten und sich nach dem Ergehen zu erkundigen. Kurze Emails oder WhatsApp-Nachrichten mit einem Bibelwort können helfen, den Blick von der Krise auf Jesus Christus zu richten.

M! HELP – Hilfe in der Corona Krise

M-Help; Hilfe, Matthäusgemeinde; Huchting

Vor einem Monat haben wir M!-HELP als ein neues Hilfsangebot in der Gemeinde vorgestellt. Wir hatten keine Ahnung, dass dieses Angebot so schnell benötigt wird und jetzt sehr dankbar dafür. Wer helfen will oder Hilfe braucht (z.B. Babysitting, Einkäufe usw.), muss dafür nur noch auf die neue Internetseite www.matthaeus.net/help gehen und findet dort alle notwendigen Informationen.

Ab Montag kann man zudem täglich von montags – freitags von 10- 12 Uhr und von 17-19 Uhr jemand unter der folgenden Telefonnummer 0178 – 46 26 946 erreichen, der dann Helfer und Hilfesuchende miteinander verbindet. 

Auch wer ein Gespräch sucht oder Gebet wünscht, kann sich unter der gleichen Adresse per Mail oder Telefon an M!-HELP wenden. Im Moment bildet sich auch dafür ein Team. Wir sind für die große Hilfsbereitschaft der Teams von Herzen dankbar.

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Als Matthäus-Gemeinde folgen wir in Absprache mit der Bremischen Evangelischen Kirche und in enger Kooperation mit Allianzgemeinden (Paulus-Gemeinde, hoop-Kirche, Christus-Gemeinde, St. Martini-Gemeinde) dem Aufruf der Bundesregierung, auf soziale Kontakte möglichst zu verzichten und wollen damit unseren Beitrag zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus leisten.

Deshalb finden zunächst bis auf weiteres keine Gottesdienste im Gemeindezentrum der Matthäus-Gemeinde statt.

Auch werden die Veranstaltungen in den Gemeinderäumen bis auf weiteres ausgesetzt.

Video-Online-Gottesdienste und Predigten

Ab sofort wird es sonntags einen aktuellen Online-Gottesdienst geben, der live am Sonntag um 11 Uhr und auch später in der Mediathek über Internet angeschaut werden kann. Dazu muss man einfach auf den Youtube-Kanal der Matthäus-Gemeinde gehen.

Zusätzliche Audio-Online-Gottesdienste und Predigten

Gleichzeitig weisen wir daraufhin, dass auf der Internetseite der Matthäus-Gemeinde viele Predigten gehört werden können. Gerade in einer Zeit, in der manche Ängste und Sorgen uns beschäftigen, sind Predigten eine wunderbare Möglichkeit, sich durch das Wort Gottes stärken und auf Jesus Christus ausrichten zu lassen. Manche Predigt, die auf unserer Internetseite ist, wird man noch nicht kennen. Wir weisen deshalb gern auf diese Möglichkeit hin. Alle Predigten findet man unter: https://matthaeus.net/predigten/

Daneben gibt es jeden Sonntag um 11 Uhr auf der Internetseite des Radiosenders ERF-Südtirol einen aufgenommenen, früheren Gottesdienst aus der St. Matthäus-Gemeinde. Dazu einfach um 11 Uhr auf die Seite https://www.erf-melodie.com/webradio.html gehen.

Zusätzlich gibt es dort noch auf der Internetseite https://www.erf-melodie.com/radio/sendereihen/sendungen-a-z/category/gottesdienst.html über 250 ältere, halbstündige Predigten aus der Matthäus-Gemeinde, die ständig durch aktuellere Predigten ergänzt werden.

Online Ermutigungen

Außerdem wollen über unsere sozialen Medien und über unsere Homepage immer wieder Ermutigungen geben.
Wir sind in den sozialen Medien hier zu finden: Facebook und Instagram.

Wir werden dafür kleine Impulsandachten und andere Beiträge erstellen oder einfach ein Bibelwort weitergeben.  

Dies halten wir für einen guten und angemessenen Weg, um allen, die es wollen, in dieser Ausnahmesituation zur Seite stehen, ohne sie unnötig gesundheitlichen Gefährdungen auszusetzen.

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In einer sehr persönlichen Botschaft an die Gemeinde erklärt Pastor Andreas Schröder, wie wir als Gemeinde mit der allgemeinen Gefährdungslage durch den Coronavirus umgehen wollen. Denn unsere Gottesdienste sind mit das Kernstück unseres gemeindlichen Lebens. Wir schätzen sie sehr. Wir freuen uns normalerweise auf die gegenseitige Begegnung. Das Alles müssen wir nun für eine Zeit aussetzen. Andreas Schröder erklärt, warum wir uns dennoch entschlossen haben, diesen, uns nicht leicht fallenden Schritt in Verantwortung für die Gemeinde dennoch zu gehen. Aber gleichzeitig macht er deutlich, wie wir dennoch in Verbindung bleiben können.

Bitte weitersagen

Wir haben den Wunsch, dass möglichst alle unsere Gemeindeglieder darum wissen, dass wir bis auf Weiteres die Gottesdienste in der Kirche aussetzen. Deshalb bitten wir darum, diese Information im Bekannten- und Freundeskreis weiterzugeben. Besonders dort, wo wir ältere Menschen kennen, die wahrscheinlich diese Information noch nicht erhalten.

Denn nicht alle Gemeindeglieder der Matthäus-Gemeinde sind digital unterwegs. Manche empfangen auch nicht unseren Newsletter Matthäus-Aktuell. Wir werden aber in der nächsten Zeit darüber vermehrt kommunizieren. Wir bitten deshalb darum andere auf diesen Newsletter aufmerksam zu machen.

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unsere praktikanten

Joel Becker: Anerkennungsjahr, Erzieher und Jugendreferent

Mein Name ist Joel Becker. Ich bin 24 Jahre alt und mache seit dem 1. September 2019 mein Anerkennungsjahr, Erzieher und Jugendreferent, in der Matthäus-Gemeinde.

Ursprünglich komme ich aus Kraichtal (bei Karlsruhe). Nach einem FSJ in Thessaloniki und dem schulischen Teil der Ausbildung am CVJM-Kolleg in Kassel, werde ich nun ein Jahr neue Erfahrungen im Norden sammeln.

Da die letzten drei Jahre hauptsächlich von Theorie geprägt waren, freue ich mich jetzt, mein Gelerntes praktisch in verschiedenen Bereichen wie z.B. in der Kinderoase, bei den Regenbogenkids, in der Schatzinsel, der Konfirmandenarbeit und dem Y-Treff einzusetzen.

Bei der Arbeit in der Kinderoase gefällt mir besonders, dass Kinder, die nicht viel mit Gemeinde zu tun haben, kommen und wir ihnen Gottes Liebe und seine gute Nachricht weitererzählen können.

Ich möchte dazu beitragen, dass noch mehr Menschen hier in Huchting Jesus kennenlernen und eine Entscheidung für ihn treffen.

Zusammen mit meiner Frau Rahel lebe ich in der Neustadt. Meine Hobbys sind Fahrrad fahren, Fußball spielen und Brettspiele. Wenn ihr noch mehr über mich wissen möchtet, sprecht mich gerne an. Ich freue mich über Gespräche mit euch, um euch noch besser kennenzulernen.

Tim Sumowski: freiwilliges soziales Jahr

Hallo! Mein Name ist Tim Sumowski. Ich bin 19 Jahre alt und mache mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) seit dem 19.08.2019 in der Matthäus-Gemeinde. Dort habe ich hauptsächlich im Zuhause für Kinder zu tun. Ich bin aber auch jeden Freitag beim Youtreff dabei.

Vor meinem FSJ hatte ich eigentlich keine Verbindung zu der Gemeinde. Ich wollte aber mein FSJ im sozialen Bereich machen, und das Zuhause für Kinder wurde mir von meinem Träger, der Diakonie Bremen vorgeschlagen.

Mittlerweile fühle ich mich sehr wohl hier, besonders Spaß macht mir die Arbeit in der Kinderoase an den Nachmittagen.

Ich habe mich für ein freiwilliges soziales Jahr entschieden, um meine sozialen Kompetenzen auszubauen. Gerade in der Arbeit mit den Teams im Zuhause für Kinder und vor allem die Kinder aus der Kinderoase sind da sehr hilfreich. Ich werde auch durch die Aufgaben im Zuhause für Kinder und die individuellen Wünsche der einzelnen Kinder immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt.

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unser neuer organist

Seit Septemper 2019 sitzt Slawomir Feldmann an der Orgel

Lieber Slawomir, seit dem September erfreuen sich unsere Gottesdienstbesucher an deinen Orgelklängen. Seitdem bist Du unser neuer Organist. Wie kam es dazu?

Andreas Schröder hatte mich zunächst angesprochen, ob ich am Pfingst-Montag im Gottesdienst die Orgel spielen könnte. Schon da habe ich gespürt, der Heilige Geist redet zu mir. Darüber habe ich auch mit Jochen Müller gesprochen und kurze Zeit später hat Andreas Schröder offiziell gefragt, ob ich an der Stelle als Organist Interesse hätte. Da wusste ich, dass mich der Herr zu diesem Dienst berufen wollte.

Matthäusgemeinde;
Gemeinde Huchting;

Orgel ist nicht das einzige Instrument, das dich begeistert. Wir haben dich früher auch schon bei Einsätzen des Praise-Teams gehört.

Ja, neben Orgel spiele ich auch Saxophon, Klarinette, Querflöte, Klavier und Schlagzeug. Das hängt mit meiner Tätigkeit als Musiklehrer zusammen. Ich unterrichte an der Bekenntnisschule in Bremen-Habenhausen und natürlich auch privat in Huchting.

Magst Du uns etwas zu deinem persönlichen Hintergrund sagen?

Ursprünglich stamme ich aus Breslau, aber ich wohne nun schon seit 30 Jahren mit meiner Familie in Bremen. Wir sind eine fünfköpfige Familie mit zwei Jungs und einer Tochter. Meine Frau Elisabeth unterstützt mich bei meinen musikalischen Aufgaben.

Neben dem Dienst an der Orgel hast Du in der Gemeinde auch mit einem Projektchor begonnen. Das ist ein neues Aufgabenfeld für dich.

Ja, als Organist bin ich schon 25 Jahre tätig, aber noch nie mit einem Chor. Mit dem Kirchenchor in Matthäus habe ich jetzt im September angefangen zu üben. Ich finde, es macht großen Spaß. Wir sind gerade mit neuen Projekten beschäftigt, unter anderem mit Weihnachtsliedern. Ich hoffe, dass wir schon jetzt im Advent oder zu Weihnachten zeigen können, was wir gelernt haben.

Vielen Dank für das Gespräch, lieber Slawomir.

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Am kommenden Sonntag starten wir mit einer Predigtreihe.

Wir fragen danach, wie sieht Kirche für heute aus. Eine Gemeinde, die am Puls der Zeit ist, in der Menschen echte Liebe,  und Gemeinschaft – und vor allem eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus finden.  Wir stellen uns eine Gemeinde vor, die leidenschaftlich ihren Glauben lebt und positive Auswirkungen auf die Menschen in ihrer Umgebung hat. Aber wir stellen sie uns nicht nur vor, sondern wir sind bereits auf dem Weg.

Das sind die Themen sein, die uns konkret beschäftigen werden:
“Stell dir vor…”

„Wir sind Jesuszentriert …“ (09.02.)
„Wir sind großzügig …“ (16.02.)
(mit der Vorstellung unseres neuen Angebots „M!-HELP“)
„Wir sind gesellschaftsrelevant …“ (23.02.)
„Wir sind Nachfolger …“ (01.03.)
„Wir sind beziehungsorientiert …“ (08.03.)
„Wir sind echt …“ (15.03.)

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Ich bin Carolin Joy Werner. Meine geistliche Heimat war lange die Matthäus-Gemeinde. Hier habe ich meine ersten Schritte im Glauben gemacht. Nun brennt mein Herz für ein Ende von Sklaverei.

Mich beeindruckt die Geschichte von Esther im Alten Testament – besonders dieser Vers hat es mir angetan (Esther 4, 14):

„Denn wenn du jetzt schweigst, so wird von einer anderen Seite her Befreiung und Rettung (…) erstehen, du aber und das Haus deines Vaters werden untergehen. Und wer weiß, ob du nicht gerade wegen einer Zeit wie dieser zum Königtum gekommen bist?“.

Mir, als Frau, ist sehr bewusst, dass ich in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern eine ähnlich privilegierte Stellung habe wie Esther damals im Hause des Königs. Ermutigt davon sehe ich meine Freiheit nicht nur als Privileg, sondern auch als Aufforderung. Die Aufforderung meiner Verantwortung nachzukommen – Menschen zu finden, die sich nicht auf ihrer Freiheit ausruhen, sondern aktiv werden und sich für die Freiheit anderer einsetzen. Und genau das tue ich bei der christlichen Menschenrechtsorganisation International Justice Mission (IJM)

Wusstest du, dass es noch nie so viele Menschen in Sklaverei gab wie heute? Ich wusste lange nicht, dass über 40 Millionen in Sklaverei „leben“ und dass davon knapp 30 Millionen Frauen/Mädchen sind. Aber wie sieht Sklaverei im 21. Jahrhundert aus – wurde Sklaverei nicht schon längst abgeschafft? Theoretisch ja, aber die Realität ist eine andere.

In fast jedem Land ist Sklaverei zwar verboten, aber dennoch habe ich letztes Jahr zwei junge Männer in Kambodscha kennengelernt, die im Alter von 16 und 17 Jahren verkauft wurden und fünf Jahre lang auf einem thailändischen Fischkutter versklavt waren – ohne je einen Tag an Land gewesen zu sein. Sie wurden gezwungen, bis zu 18 Stunden täglich zu arbeiten, wurden misshandelt und mit Drogen gefügig gemacht, damit genau die Meeresfrüchte exportiert werden können, die ich am Ende hier kaufe. Ich habe Elsa aus den Philippinen kennengelernt, die von einem Bekannten der Familie an Männer verkauft wurde, die dafür bezahlt haben, sie vergewaltigen zu können – sie war damals 11.

IJM
Matthäusgemeinde

In meiner Arbeit bei IJM sehe ich täglich das Ausmaß von Gewalt an Menschen und es macht mich wütend, dass Menschen ihr gottgegebenes Potenzial nicht entfalten können, weil sie nicht ausreichend Schutz erhalten. Gleichzeitig begeistert es mich, dass sich unsere Arbeit auszahlt. In vielen unserer Standorte sehen wir einen Rückgang von Sklaverei von bis zu 80 %. Wie erreichen wir das? Unsere Ermittler befreien zusammen mit der Polizei Betroffene aus Sklaverei. In der Nachsorge werden sie von Psychologen und Sozialarbeitern unterstützt, in ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zurückzukehren. Außerdem unterstützen unsere Anwälte die Justiz in der strafrechtlichen Verfolgung von Sklavenhaltern. Das wirkt und schreckt ab. Unser Ziel ist es, dass das Geschäftsmodell mit der Ware Mensch rechtlich riskant und wirtschaftlich unrentabel wird.

Hier in Deutschland bestürmen wir die Politik und die Unter- nehmen und mobilisieren die Gesellschaft. Denn es muss sich etwas hier in Deutschland verändern – denn Deutschland ist auf Platz drei der konsumierenden Länder von Produkten aus Sklaverei. Genauso bestürmen wir auch die Kirchen. Es braucht Gemeinden, die mutig dem Ruf Gottes folgen und ihre Verantwortung der Freiheit nutzen, um sich für die Unterdrückten, Verwaisten und Gebeutelten einzusetzen – so wie Esther.

Von Carolin Joy Werner – Referentin bei IJM

Weitere Informationen im Internet: ijm-deutschland.de

IJM wird ausschließlich durch Spenden finanziert:
IBAN: DE69 1009 0000 2555 1110 05
BIC: BEVODEBB (Konto Volksbank Berlin)

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ALS WÄR’ MAN DA

Der Leitungs­kongress 2018 live und anderswo – Erfahrungen aus den Übertragungsorten

Der Leitungskongress 2018 war mit 12.000 Teilnehmern nicht nur der größte in der Willow-Geschichte in Deutschland – er stellte zugleich auch eine Zäsur dar: Erstmals wurde ein Willow-Kongress live an sechs Orte übertragen. Der Testlauf verlief positiv. Die Übertragung vom Leitungskongress 2020 wird darum auf rund 20 Orte ausgeweitet.

Interessant war der direkte Vergleich mit der Live-­Veranstaltung in Dortmund: Die Teilnehmer an den Übertragungsorten bewerteten die Vorträge ebenso positiv, teilweise sogar noch besser als die Teilnehmer in der Westfalenhalle. Gefragt, ob sie einen späteren Kongress lieber live oder an einem Übertragungsort erleben wollen, entschied sich eine große Mehrheit für die Übertragung. Und auch die Verantwortlichen in den sechs beteiligten Gemeinden sind sich darin einig, die Übertragung beim nächsten Kongress zu wiederholen. Einige Eindrücke aus den Veranstaltungsorten:

Bremen

»Danke für den Willow Kongress«, schreibt Klaus Pache, Pastor der Paulusgemeinde in Bremen. »Wir haben ihn in einer tollen Atmosphäre in der Evangelischen St. Matthäus-Gemeinde erlebt – und nichts vermisst. Im Gegenteil! Bei echtem Live-Feeling war es deutlich entspannter, als ich es von den Austragungsorten in Erinnerung hatte. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, die gemeindlichen Kontakte innerhalb Bremens zu pflegen.«

Die Matthäus-Gemeinde nutzte die Live-Übertragung zudem als Motor für Veränderung in der eigenen Gemeinde, wie deren hauptamtlicher Gottesdienst-­Koordinator Philip Müller berichtet: »Bei der Planung haben uns als Mitarbeitende im Wesentlichen zwei Fragen geleitet: Wie machen wir den Leitungskongress für die Gäste zu einer inspirierenden Erfahrung? Und was möchten wir bei dieser Gelegenheit für uns als Gemeinde ausprobieren, testen und einführen?« Diese Fragestellung hat sich gelohnt. (In der nächsten Magazinausgabe berichten wir ausführlich über die Ergebnisse.) Ein Beispiel: Die Leiterin des Catering-Bereichs richtete neben dem Gemeinde-Café eine weitere Lounge mit bequemen Sitzmöglichkeiten ein. Das kam so gut an, dass man gar nicht mehr darüber reden musste, ob, sondern nur noch, wie die Gemeinde diesen neuen Bereich dauerhaft integrieren kann, so Müller.

Neumünster

Hoch im Norden erlebten 350 Teilnehmende per Live­stream den Leitungskongress und hatten das Gefühl, mittendrin im Geschehen zu sein. Nicht nur in Dortmund, auch in Neumünster kehrte Stille ein, als Bill Hybels betete. »Anfangs war ich nicht ganz sicher, ob bei der Liveübertragung der Funke überspringt«, sagt Teilnehmerin Sibylle Klindt. »Aber ganz schnell hatte ich das Gefühl, tatsächlich dabei zu sein – wirklich toll.«
Rund 50 ehrenamtlich Mitarbeitende – mehrheitlich aus der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde – haben eine angenehme Kongressatmosphäre geschaffen, einige hatten sich extra frei genommen. Ein Moderatoren-Duo führte durch die Übertragung. Insgesamt herrschte während des gesamten Kongresses ein liebevoller, fast schon vertrauter Umgang untereinander im Saal. So fiel die erste Bilanz von Pastor Hübscher, der die Veranstaltung mit seinem Team nach Neumünster geholt hatte, bereits nach dem ersten von drei Tagen so aus: »Wenn man uns noch einmal anbietet, einen Leitungskongress zu übertragen, dann sind wir wieder dabei.«

Wiedenest

Das Forum Wiedenest kam als sechster Übertragungsort hinzu, nachdem die Westfalenhalle in Dortmund ausgebucht war und für weitere Teilnehmer Platz geschaffen werden musste. Ein großer Teil der Studierenden der Biblisch-Theologischen Akademie Wiedenest arbeitete während der Kongresstage mit. Viele Teilnehmer schätzten den persönlichen Rahmen der Veranstaltung. »Auch wir haben, wie in Dortmund, große Plakate aufgehängt und die Besucher ermutigt, auf die Frage zu antworten, was Gott auf Grund des Kongresses in mir oder durch mich tun möchte«, berichtet Martin Schneider. »Da gab es sehr interessante Rückmeldungen, etwa: ›Ich möchte jeden Tag einen Mitmenschen bereichern‹ oder ›Ich darf Fragen stellen, die unsere Gemeinde auf den Kopf stellen‹.« Die Pausenzeiten wurden in Wiedenest auch als Reflex­ionszeiten genutzt, die bei den teilnehmenden Teams auf positive Resonanz stießen. »Das ist der Vorteil eines Übertragungsorts: Wir können den Kongress auf unsere Verhältnisse anpassen«, so Schneider.

Bretten

Recht rasch war der Übertragungsort – das ICF Karls­ruhe – ausgebucht, und so zögerte die ICF-Gemeinde Bretten – etwa 30 Kilometer von Karlsruhe entfernt – nicht, als weiterer Übertragungsort im Kraichgau zur Verfügung zu stehen. Auch diese Plätze waren zum Kongressbeginn ausgebucht. »Die Übertragung hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt«, sagt ICF-Mitarbeiterin Maria Kraus. »Die Kongress-Impulse konnten wir sofort in die Praxis umsetzen: Die Gäste haben genau die Willkommenskultur erlebt, die wir uns gewünscht haben. Großartig war auch das Zusammenarbeiten vor Ort, es hat uns als Gemeinschaft zusammengeschweißt. Zudem war es durch die Übertragung für viele von uns überhaupt erst möglich, den Kongress mitzuerleben.«

Leipzig

»Wir möchten als Gemeinde gern Zeichen der Ermutigung setzen«, berichtet Mark Schröder, Pastor der Elim-Gemeinde Leipzig. »Da kam die Anfrage von Willow-Geschäftsführer Karl-Heinz Zimmer genau richtig. Wir haben gerade mal vom Mittag bis zum Abend des gleichen Tages gebraucht, um ein Ja zur Kongress-Übertragung zu finden.« Auch in Leipzig arbeiteten alle Mitarbeiter engagiert und mit viel Leidenschaft zusammen und bekamen durchweg positive Rückmeldungen. Durch die überschaubare Größe war das Knüpfen vieler neuer Kontakte möglich. Mark Schröder erwähnt auch die professionelle Vorbereitung und Begleitung durch Willow Creek Deutschland. Er schließt: »Es war uns eine Ehre!«

Karlsruhe

Die Freikirche ICF Karlsruhe ist maßgeblich aufgrund des Leitungskongresses 1999 entstanden. Darum fiel auch hier die Entscheidung leicht, eine Übertragung auszurichten.
Manuel von Kahlden, der ICF-­Organisator, ist dankbar, dass die Kongressimpulse auch in den Reihen der eigenen Gemeindeleitung gut ankamen. »Und der Lobpreis von 500 Leuten in Karlsruhe, gemeinsam mit den Teilnehmern in Dortmund, war ein mächtiger und verbindender Moment«, berichtet von Kahlden.

Weitere Informationen, wie die Tagesabläufe, gibt es hier auf unserer Website und auf der Website des Willow Creek Leitungskongresses.

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Noch einmal feiern wir in diesem Jahr einen 11-Uhr-Gottesdienst, bis es danach wieder regelmäßig 10- und 12-Uhr-Gottesdienste sonntags gibt.

Auch in diesem Jahr wollen wir am Sonntag einen gemeinsamen Erntedank-Gottesdienst feiern. Wir laden herzlich gemeinsamen Erntedank-Gottesdienst am kommenden Sonntag (29.09.) um 11 Uhr ein.

Wir wollen auch dieses Jahr ein besonderes Erntedankopfer sammeln, in dem jeder persönlich Gott für sein Versorgen im vergangenen Jahr seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen kann. Während die Hälfte Weltbevölkerung unter der Armutsgrenze lebt, geht es uns so gut, wie keiner Generation vor uns. Das sollten wir dankbar erkennen und vor Gott festhalten.

Wer eine Spendenbescheinigung am Ende des Jahres benötigt, sollte sein Jahresopfer am Sonntag in einem Briefumschlag in die Kollekte geben, auf dessen die Rückseite die eigene Anschrift vermerkt ist. Wer will, kann auch sein Erntedankopfer mit dem Vermerk »Erntedank« auf unser Spendenkonto überweisen: IBAN: DE19 2905 0101 0012 2282 92

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